SOOR
war eine Punk/Hardcore Band aus Neuwied. Als "RABBI
JACOB" um 1996 gegründet, bestand die Band zunächst aus:
Harry (TOXOPLASMA), Gesang
Michael (TARNFABE) Gitarre
Stefan (TOXOPLASMA), Schlagzeug
Yogi (LED ZEPPELIN), Bass
In dieser Besetzung wurden einige, wenige Gigs in lokalen
Schützenverein - Clubheimen vor völlig verunsichertem Publikum gegeben.
Hiervon existieren entlarvend peinliche Videoaufnahmen, die in einem Schweizer
Safe lagern, um die Band irgendwann mit der Veröffentlichung zu erpressen.
Harry ging.
Neuer Bandname wurde SOOR. Als neuer
Sänger kam der legendäre Eschi. Ausgerüstet mit einer ungeheuren
Rock-Röhre, hatte er mit Punk nichts am Hut, zeichnete sich aber dadurch
aus, dass er wie kein zweiter saufen konnte, wild um sich fickte und der Band
bei jeder Probe Details erzählte und das Bier bezahlte. Auf dem befreundeten
Frankfurter „Gerd Happy!!!“-Label erschien die „Lieber Gott“
Mini-CD. In Stefans Keller wurde mit zahlreichen Freunden und ca. 2.000 Bierdosen
die CD Releaseparty gefeiert. U.a. spielten die befreundeten HAMMERHEAD
auf.
Boris (TOXOPLASMA) kam als 2. Gitarrist hinzu. Zu
neuen Aufnahmen im Studio von Wally (TOXOPLASMA)
erschienen weder Eschi, noch Yogi. Sie hatten den Studiotermin im Suff vergessen...
Als neuer Sänger konnte kurzfristig Christoph gewonnen werden, Boris und
Stefan spielten den Bass ein. Es entstand die phantastische „Twighlight´s
Last Gleamin´/ Sit In My Face“ Mini-CD ebenfalls auf „Get Happy!!!
Records“. Im Dezember 1999 veranstalteten Harry und Stefan in der neuen
Neuwieder Kneipe „Spilles“ (die daraufhin schliessen musste...) den
2tägigen „PunkRockSuperBowl“. Es spielten "MOLOTOW
SODA", UPRIGHT CITIZENZ", "WILLY WONKAS" aus Mailand/Italien
und „SOOR“. Abgesehen davon, dass der 2. Abend von
einer Hundertschaft grüner Roboter in Kampfmontur gestürmt wurde (In
Neuwied war Drogenrazzia, man fand nichts und beschloss stattdessen entnervt,
wenigstens die Punker zu vermöbeln...), verließen Michael und Yogi
nach diesem Abend empört die Band: Stefan hatte SOOR
um die Gage von mehreren tausend Mark geprellt und tauchte in einer Vorder-Eifeler
Schönheits- und Haartransplantfarm unter. Hier verführte das Kameradenschwein
lüstern Michaels Freundin zum gemeinsamen Saunabesuch und anschließendem
Candlelight-dinner, was die derart Bedrängte natürlich sofort wahrheitsgemäß
ihrem Freund berichtete...
SOOR machten mit Iffo und Kater Karlo weiter. Im Sommer 2000 wurde eine kurze
Italientour (La Spezia, Mailand) absolviert und man spielte u.a. beim „Stay
Wild“- Festival im Berliner "Wild at Heart" auf. In den folgenden
2 ½ Jahren wurden neben mehreren Gitarristen ca. 2 Dutzend Bassisten verbraucht.
Oft verließen diese selbst nach nur einer Probe entnervt die Band, oder
wurden schnell gefeuert, weil sie entweder nicht spielen konnten, oder sonst Scheisse
waren. Ausschlaggebend waren häufig auch ethnische, religiöse oder schlicht
optische Gründe. Ende 2002 gab es im ganzen
Rheinland niemanden der sich mal an einem Bass festgehalten hatte, ohne bei SOOR
gespielt zu haben.
Die Band hatte fertig.